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 The Hara
The Fallout

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Tracklist:
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01. Trophy
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3:04
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02. Easier To Die
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2:20
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03. Monsters & Demons
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2:41
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04. Twist The Arrows
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3:40
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05. Stay
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2:27
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06. The System
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2:42
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07. Psycho Killer
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3:03
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08. Kings
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3:06
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09. Bury Me
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3:38
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10. Violence
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2:32
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11. Intergalactic Sabotage
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2:59
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Release: 23.01.2026
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12. Enemy
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2:35
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Label: Mascot Records
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Laufzeit:
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34:47
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Format:
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CD
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Vinyl LP
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Line-Up:
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Josh Taylor
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Gesang
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Zack Breen
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Gitarre
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Jack Kennedy
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Drums
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Gastmusiker:
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Bethany Hunter/As December Falls
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Gesang Track 10
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The Hara veröffentlichten ihr neues Werk The Fallout am 23.01.2026 via Mascot Records. Zwölf Tracks gibt es auf die Ohren und die liefern 34:47 Minuten Laufzeit. Man hat die Wahl zwischen CD und Vinyl LP Format. Die Band produzierte das Album zusammen mit Brad Mair und Pete Hutchings. Das Trio aus Manchester besteht aus Sänger Josh Taylor, Gitarrist Zack Breen und Drummer Jack Kennedy. Sie spielen eine interessanten Genre-Mixtur aus Alternative Rock, Metalcore und Emo.
Ein paar Infos in Kurzform: 2017 gegründet, ihre erste EP erschien 2018, nach gesamt sechs EPs und einer Live CD/DVD kam ihr Debüt-Album Survival Mode 2023 auf den Markt, schaffte es auf Platz 3 der britischen Rock- und Metal-Charts. The Hara haben viele Bühnen gerockt, auf Festivals begeistert, wurden als Support bei einigen der "Großen" gebucht. Ich kannte die Band bislang nicht, aber die Vorab-Videos zu Easier To Die und Violence konnten mich total einfangen.
Die Texte von Sänger Josh Taylor gehen Themen direkt und harsch an, kein Drumherumgerede, er bringt das, was er denkt und fühlt, auf den Punkt, egal wie hart es vielleicht für jemanden klingt, der das selbst noch nicht erlebt hat. Ich mag dieses Mitgenommenwerden, das seelische auf links drehen, offen und ehrlich alles rauslassen, was man loswerden möchte. Eventuell nicht für jeden Zuhörer akzeptabel, aber mir ist das lieber als Phantasiegeschichten ohne wirkliche Tiefe. Ich denke, es gibt mir so viel, weil ich so einiges - leider - auf Grund eigener Erfahrungen nachempfinden kann.
Josh Taylor lässt seinen Emotionen freien Lauf, singt, schreit, röhrt - das geht so was von unter die Haut! Er setzt das Kopfkino in Gang, regt zum Nachdenken an. Die Musik und die Texte passen optimal zusammen. Der Songaufbau verdient sich Sonderpunkte, die Gefühlslagen werden sehr intensiv umgesetzt, in Worten und in Noten - da wurde geklotzt, nicht gekleckert... nur nicht lange genug, dazu komme ich später.
Die Gitarrenparts krachen, der knackige Rhythmus, die elektronischen Effekte wie z. B. im schnellen The System mit einem knallharten gitarrenlastigen Zwischenstück, die technischen Spielereien mit der Stimme wie in meiner Nummer 4, dem genial abgedrehten stampfenden Psycho Killer. Die Endergebnisse schrauben sich in die Gehörgänge und haken richtig gnadenlos ein. Kriegt man nicht mehr aus dem Kopf. Gutes Beispiel ist dazu auch der eingängige Refrain von Violence, die einzige Nummer mit Gastbeteiligung von As December Falls Sängerin Bethany Hunter - sie und Josh Taylor harmonieren ausgezeichnet.
Die Tracks sind wirklich mein Ding, aber mit dem Anfang von Enemy hab ich ein Problem, da reagiert mein Herzschlag unschön drauf, keine Ahnung, warum. Da sich dieser Part wiederholt, halte ich notgedrungen Abstand. Schade, denn der Rest des Feindes hämmert bestens rein.
Kritik: ja, hab ich, die Songs sind viel zu kurz. Man hat sich gerade mal eingegroovt und reingedacht, zack, fertig. Sieben Nummern unter 3 Minuten, drei nur knapp drüber, die restlichen zwei bleiben unter der 4 Minuten Marke... da wird nach meinem Empfinden beachtenswerten Texten und musikalischen Ideen, die großartig umgesetzt wurden, einfach zu wenig Raum bzw. eine zu geringe Laufzeit gegeben.
Anspieltipps:
Bury Me - fesselt, ist langsamer und sanfter unterwegs, die Stimme spielt die erste Geige, der Refrain fasziniert und die letzte Minute knallt gewaltig aus den Boxen, der Text hat mich voll erwischt und tief berührt, Gänsehaut pur!
Kings - bietet einen tollen Aufbau, dezentere Strophen, die von der Gitarre und dem Gesang dominiert werden, Überleitung und Refrain werden zwar nicht großartig schneller, aber härter dank dem starken Einsatz der Drums.
Trophy - wechselt mehrfach von der Gangart her, Gitarrenparts top, feine Tastenbearbeitung, die Drums setzen Highlights, der Refrain reißt mit - der ideale Einsteiger.
Für The Fallout gibt es von mir jede Menge Respekt für die Offenheit über Dies und Das zu schreiben und die Kreativität sowie >
Bewertung:
      6 von 7 Ankhs
Marion Ney / Sarkophag Rocks 31.01.2026
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