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Sarkophag Rocks HP
                 

SR Line
Uuhai

Human Herds
SR Line


 

Cover-Uuhai-Human-Herds-m

Tracklist:

 

01. Beginning

2:30

02. Human Herds

4:04

03. Ancient Land

4:57

04. Uuhai

5:27

05. Dracula

4:56

06. Khurai

5:53

07. Khar Khulz

3:43

08. Paradise

5:17

09. Uvdis

5:55

 

10. Secret History Of The Mongols

4:20

 

 

 

Release: 09.01.2026

Laufzeit:

47:02

 

 

 

Label: Napalm Records

 

 

 

 

 

Format:

 

 

CD Digipak

 

 

Vinyl LP schwarz

 

 

Vinyl LP aquamarin

 

 

 

 

 


Line-Up:

 

Saruul Tsogt-Erdene

Gesang

Zorigoo Battsooj

Horsehead Fiddle, Kehlkopfgesang

Khurtsgerel Damiranjav

Horsehead Fiddle, Kehlkopfgesang

Dalaitseren Nasanbuyan

Gitarre

Anand Naranbaatar

Bass

Batbayar Dulamsuren

Percussions

Otgonbaatar Damba

Drums

 

 

 

 

 

Links:

Uuhai Homepage

Uuhai @ Facebook

Uuhai @ Instagram

Uuhai @ YouTube

 

 

 

Wenn ich früher an die Mongolei dachte, war das Ergebnis ein Mix aus Geschichte, Wissen für Stadt-Land-Fluss, Infos über das Essen und die wunderschöne Natur. In Sachen Musik gab es ewig lange nur den Song Dschingis Khan  aus meinen Teenagerzeiten… bis The Hu auftauchten und mich mit ihren Songs überraschten. Nun landete eine weitere mongolische Band namens Uuhai in meinem Postfach und haute mich schlichteweg um.


Ihr Debüt trägt den Titel Human Herds,  liefert zehn Tracks mit 47:02 Minuten Laufzeit und erscheint am 09.01.2026 via Napalm Records. Auch wenn das Album und einige Songs englische Titel tragen, singen sie ausschließlich in ihrer Muttersprache. Bei Mongolisch muss sicherlich nicht nur ich passen, aber Napalm Records war so nett, den Inhalt der Texte kurz zusammenzufassen. Es geht um die Natur und die Traditionen, die Kultur, die Wurzeln und das Leben der Mongolen damals und heute. Ich finde es sehr sehr schade, dass ich nichts verstehen kann und werde mal nachschauen, ob es möglich ist, die Texte im Internet komplett übersetzen zu lassen.


Uuhai - das sind sieben Männer, die neben normalen Instrumenten wie Gitarren, Drums und Bass auch der Percussion Platz einräumen und zudem zwei Morin Khuurs einsetzen, auf deutsch heißen sie Pferdekopfgeigen. Diese Geige bringt einen ganz speziellen Touch in die Musik, war zuerst arg fremd und exotisch für meine Ohren, ebenso wie der traditionelle mongolische knurrige Kehlkopfgesang. Hat mich aber auch total eingefangen, wirklich interessant und irgendwie hypnotisierend.


Uuhai rocken auf vielfältige Art. Los geht's mit einem längeren stimmungsvollen getragenen Intro, Beginning,  welch passender Titel, ein gelungener Einstieg ohne Text. Gesungen wird ab Track Nr. 2  Human Herds,  ich zitiere Napalm Records "...der an die Vorfahren appelliert. Ebenso liefert der Song erste farbenfrohe Beschreibungen der Schönheit der Natur, zusammen mit der Aufforderung, sich besser um die weinende Mutter Erde zu kümmern, anstatt ihrer Zerstörung zuzusehen." (Zitat Ende) Ein ernstes wichtiges Thema, mit viel Power und in gutem Tempo umgesetzt, der Rhythmus reißt mich sofort mit dank starken Drums und Percussion. Das Zusammenspiel der drei Sänger kommt großartig rüber, cooler Wechsel vom Pferdekopfgeigensolo zum Gitarrensolo. Das folgende  Ancient Land  ist ein schneller Song, in dem die Pferdekopfgeigen dominieren, sie rocken und schluchzen eindringlich - toll gemacht!


Wie abwechslungsreich die Männer ans Werk gehen, kann man meiner Meinung nach gut mit den letzten drei Tracks erklären.  Paradise  kommt leicht, fröhlich und beschwingt aus den Boxen und  einen Teil kann man sogar ohne mongolische Sprachkenntnisse mitsingen. Die Geigen fiedeln munter, lecker Gitarrensolo, das Miteinander der Stimmen klingt grandios, vor allem gegen Ende. Uvdis  beginnt - ich hoffe, ich schätze es richtig ein - mit der Maultrommel, beschwörende mythische Gesangparts wechseln mit intensivem Kehlkopfgesang, ein langsamerer melancholischer Song, der unter die Haut geht. Zum Abschluss gibt es  Secret History Of The Mongols  auf die Ohren, ich zitiere nochmals Napalm Records "...benannt nach dem ältesten erhaltenen literarischen Werk in mongolischer Sprache, datiert auf die späten 1220er Jahre" .(Zitat Ende) Gefühlvolle Geigenklänge geleiten uns in den Song, mittleres Tempo, eine eher positive Stimmung, feines Gitarrensolo, die Stimmen harmonieren abermals auf den Punkt und der „Uuhai“ Ruf erschallt wieder und wieder.


Die Laufzeiten sind für mich auch erwähnenswert, vier Brocken mit über fünf Minuten, weitere vier Nummern über vier Minuten, sehr Musikfan-freundlich und keine Sekunde des Albums ist langweilig.


Eine CD mehrmals anzuhören bevor man darüber schreibt, das lohnt sich zumindest bei mir immer. Bei den ersten zwei-drei Durchgängen hatte ich Probleme mit Dracula,  irgendwie passte der Gesang in den Strophen rhythmisch gesehen nicht zur Musik, aber dann klickte es. Dracula und ich sind jetzt dicke miteinander. ;-) Meine Gehörgänge mussten einfach nur etwas Ungewohntes akzeptieren. Übrigens: Daumen hoch für die Rhythmus-Fraktion, die den Vampir energischst antreibt.


Anspieltipps auszusuchen, schwere Entscheidung, ich hab meine Stimmung des Tages entscheiden lassen:

Uuhai  -  hat einen fesselnden Rhythmus, knarziger faszinierender Kehlkopfgesang von Zorigoo Battsooj und Khurtsgerel Damiranjav wechselt mit der eindringlichen Stimme von Sänger Saruul Tsogt-Erdene. Dicke Pluspunkte für das Miteinander/Umeinander der Gitarren und der Morin Khuurs - verdammt geil! Interessanter Aufbau, mit Tempowechsel, Soli, starken Drums/Percussion und Uuhai Rufen.

Khurai  -  setzt mein Kopfkino in Gang. Wasser tröpfelt, ein Wolf heult, mystischer Gesang... Langsam, aber voller Power, das Miteinander der Stimmen, die sanften Töne der Pferdekopfgeigen, da hat die Gänsehaut Kirmes!

Khar Khulz  -  ist schnell, geht ab wie mein Kater, wenn der seinen Ball jagt. Das Zusammenspiel der Stimmen im Refrain ist ein Träumchen, die Geigen verzaubern, sie rocken heftig, klingen aber auch mal etwas schräg, die Drums können glänzen, der Rhythmus geht in die Gräten.


Weitere Punkte auf meiner Liste: besucht unbedingt die YouTube Accounts der Band und Napalm Records. Die Videos zeigen so viel von der wunderbaren Natur des Landes und den Herren bei der Arbeit zuzuschauen ist allein schon wegen der einmaligen Gestaltung der Instrumente, den traditionellen Gewändern und dem sportlichen Einsatz extrem sehenswert!


Schaut mal auf den Tour-Flyer hier untendrunter. Uuhai ist ab 09.01.2026 Teil des MotoCultor-Festivals, sie touren durch Europa und spielen auch auf so einigen deutschen Bühnen. Leider alles zu weit weg von mir, ich hoffe auf eine Chance, die Band später in 2026 irgendwo live sehen zu können.


Uuhai haben mich eingesackt und mir siebenundvierzig spezielle beeindruckende Minuten an Musik beschert. Dafür vergebe ich dankbar und begeistert unsere Höchstwertung>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
7 von 7 Ankhs

Skarabaeus-Review
plus Skarabäus

 

Marion Ney / Sarkophag Rocks
07.01.2026
 

 

Flyer-MotoCultor-Festival-Uuhai-2026-mi

 

 

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