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Status Quo

 Backbone

Line

 

 

Status-Quo-Backbone-m

Tracklist:

 

01. Waiting For A Woman

4:28

02. Cut Me Some Slack

4:22

03. Liberty Lane

3:42

04. I See You're in Some Trouble

3:47

05. Backing Off

4:12

06. I Wanna Run Away With You

3:23

07. Backbone

3:03

08. Better Take Care

3:34

09. Falling Off The World

3:29

 

10. Get Out Of My Head

3:24

Release: 06.09.2019

11. Running Out Of Time

3:29

 

 

 

Label: earMUSIC

 

 

 

 

 

Format:

Bonustracks Digipak & Box-Set

Jewelcase-CD

12. Crazy Crazy

 

Ltd. CD Digipak

13. Face The Music

 

Ltd. Box-Set

 

 

Vinyl-LP

 

 

 


 

Line-Up:

 

Links:

Francis Rossi

Gesang, Gitarre

Status Quo Homepage

Richie Malone

Gitarre

Status Quo @ Facebook

Rhino Edwards

Bass

Status Quo @ Twitter

Leon Cave

Drums

Status Quo @ YouTube

Andrew Bown

Keyboard

 

 

 

 

 

Status Quo kündigten für den 06.09 2019 ein neues Studioalbum an. Es erscheint über earMUSIC, trägt den Titel  Backbone  und enthält elf neue Tracks, die in Francis Rossis Studio eingespielt wurden. Das Werk wird in folgenden Formaten zu haben sein: CD Jewelcase, limitiertes CD Digipak, limitiertes Box-Set und Vinyl-LP im Gatefold. Kleines Jubiläum für die Band –  Backbone  ist die 33. LP in 33rpm. Die limitierten Versionen bieten zwei Bonustracks, die Box zusätzlich noch eine Live-CD – meine Kaufempfehlung würde in die Richtung gehen, da ich nie Musik genug bekommen kann. :-) Zum Reviewen lagen mir die elf Songs der normalen CD vor.


Ich gebe zu, dass die Info über dieses Album bei mir für gemischte Gefühle sorgte. Status Quo  und ihre Musik gehören seit Ewigkeiten zu meinem Leben, immer mit den Gitarristen/Sängern Francis Rossi und Rick Parfitt. Sie waren die Pfeiler des typischen Quo Sounds und auch die Stimmen der Gruppe. Rick Parfitt verließ im Sommer 2016 gesundheitsbedingt die laufende Tour und verstarb leider am 24.12.2016. Auf der einen Seite konnte ich mir frische Songs ohne Rick nicht vorstellen, auf der anderen wollte ich sie aber unbedingt... Selbst innerhalb der Band gab es anfangs unterschiedliche Meinungen, aber Musiker und Fans sollten/können/dürfen froh sein, dass  Backbone  die Linsen/Nadeln der Player kennenlernen darf.


Das aktuelle Line-Up mit Sänger/Gitarrist Francis Rossi, Gitarrist Richie Malone, Bassist John „Rhino“ Edwards, Keyboarder Andy Bown sowie Drummer Leon Cave hat in den letzten Jahren viele Konzerte gerockt und ist zu einer festen Einheit geworden. Auf der Bühne liefern sie eine Art „Best of“ und diese Setlisten bringen sie optimal rüber. Aber wie funktionieren sie als Songwriter-Team/s und im Tonstudio miteinander? Bevor ich meine Meinung kund tue, muss ich noch gestehen, dass meine Lieblingsalben alle in den Veröffentlichungen bis einschließlich 1981 zu finden sind. Danach gab es immer wieder klasse Nummern, aber mich konnte keine der folgenden CDs mehr komplett vom Hocker reißen. Ja, ich bin Quo Fan, aber als Fan hänge ich trotzdem meine Kritikfähigkeit nicht in den Schrank und sperre ihn ab.


Als Vorspeise wurde der Titeltrack samt Video angereicht. Gefiel mir, ein guter Song, eingängig und radiotauglich, aber aufgrund der „Nananas“ und zu häufigem Wiederholen des Wortes „Backbone“ gab es einen kleinen Punktabzug in der B-Note. ;-) Der Clip wiederum punktete dank dem Humor der Herren, der ab und an auch etwas schräg ausfallen kann. Dann landete der Review-Link und knappe 41 Minuten später war mir klar, was mein breites Grinsen und ein gewisses Glücksgefühl aussagten:  Backbone ist eine richtig heiße Scheibe.


Viele Bands reden davon, dass sie sich beim nächsten Werk musikalisch wieder „back to the roots“ orientieren wollen.  Status Quo  sagten das meines Wissens nicht... allerdings fanden sie den Weg zu ihren Wurzeln so was von zielsicher – Punktlandung! Drei Tracks stammen vom Dream-Team Francis Rossi und Robert Young, andere aus den Federn der restlichen Jungs. Egal, wer was geschrieben hat... sie hatten einen kreativen Lauf und scheinbar auch viel Spaß dabei! Für mich kommt dieses Album gefühlsmäßig recht nah an die guten alten Zeiten ran, insbesondere an die mitreißende Phase von 1972 bis 1981.


Der Boogie-Woogie Zug düst los, die Songs rocken 'n' rollen aus den Boxen, Bass und Drums dürfen öfter mal gut vernehmlich wummern, das Keyboard honky-tonkt, die Gitarren überzeugen mit fesselnden Riffs und klasse Soli. Francis Rossi präsentiert sich gesanglich in Hochform (ist der Mann wirklich schon 70 Jahre alt?) und Richie Malone beweist, dass er auch am Mikro gewisse Talente zu bieten hat. Die zweistimmigen Parts kommen auf den Punkt, leider kann ich das über die mehrstimmigen Einsätze nicht sagen. Sie klingen oft eher nach Chor, werden stellenweise zu dick und zu laut aufgefahren – da wäre weniger mehr gewesen. Ich vermisse die Mundharmonika, schmälert die Qualität des Albums zwar nicht, aber ich wollte es halt erwähnt haben. :-)


Meine Favoriten wechseln je nach Laune und ich finde in jeder Nummer Highlights. Beispiele gefällig? Bei  Waiting For A Woman  geben Drums und Bass einen arg coolen Groove vor, der Refrain und das Gitarrensolo sind die Sahnehäubchen.  Liberty Lane  ist eher eingängig und der schwungvolle Bass sackt mich ein.  Falling Off The World  hingegen glänzt vor allem mit den hervorragenden Gitarrenparts, da könnt ich ja immer stundenlang zuhören. Das Rhythmushämmerchen  Better Take Care  punktet hoch mit den Strophen und Bassist Rhino Edwards kommt auch kurz zum Gesangseinsatz.  I See You're in Some Trouble  landet auch unter „Quo pur“. Strophen genial, setzt die Gräten in Bewegung, der Boogie-Bär steppt munter los.


Anspieltipps:

I Wanna Run Away With You  –  flotte Nummer, mit schmissigem Rhythmus, pfiffigem Klavier, klasse Gitarrensolo und einem abrupten Ende.

Cut Me Some Slack  -  ist ein Quo Rundumpaket. Der herrlich wummernde Bass, die feurig-frischen Gitarren und das frech-fröhliche Klavier - dürfte live durch die Decke gehen.

Get Out Of My Head  –  schneller Song, fräst sich in die Gehörgänge, prima Aufbau, interessante Gitarrenparts, gesungen von Richie Malone und das macht er wirklich verdammt gut.


Backbone  heißt auf deutsch Rückgrat, Status Quo haben ihres bewiesen, durchgezogen und geliefert. Jetzt wären so einige Fans dran, denn es ist schon seltsam, was für Streitereien im Gange sind. Man muss halt loslassen können und kann dem jetzigen Line-Up nicht nur huldigen, wenn sie live die alten Kracher rocken, Neues von ihnen aber als Frevel, Mist usw. abstempeln. Fakt ist: Rick Parfitt kann nicht zurückkommen. Richie Malone spielt die Gitarre beeindruckend und großartig, nicht 1:1 wie Rick, aber ich steh auf Richies Stil, denn er passt optimal zu den Songs. Zumindest ich bin froh, dass sich Status Quo fürs Weitermachen, für Strom und für  Backbone  entschieden haben. Ein unerwartet spezielles, großartiges und frisches Album, das mich überraschen und faszinieren konnte. Ich hab Spaß, trällere mit und schwinge die alten Knochen. Dafür gibt es begeisterte>
 

Bewertung:
Ankh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh ReviewAnkh Review
6 von 7 Ankhs

Marion Ney / Sarkophag Rocks
02.09.2019
 

 

 

 

 

Fotos: ©2017 by Ralf Louis als Freelancer -
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